Donnerstag, 25. Dezember 2008

Gottes Wege sind unergründlich....

....dieser Gedanke kam mir dann gestern Abend als ich in meinem Bett lag. Denn mein Weihnachtsfest ist nicht so ganz abgelaufen, wie es geplant war, aber ich fange mal von vorne an:
Gestern Morgen bin ich aufgewacht und als ich aus dem Fenster gesehen habe, da habe ich SCHNEE gesehen!!!! Echt, alles weiss und ich habe mich so gefreut, weil ich doch so gerne weisse Weihnachten haben wollte und es vorgestern überhaupt nicht nach Schnee ausgesehen hat. Ich habe Gott echt dafür gedankt!
Naja, nach dem frühstück habe ich meine Sachen gepackt und bin in die Kirche für unser Krippenspiel. In Gegensatz zu euch, Lars, hatten wir 20 Leute von Kindern bis Erwachsene zusammen getrommelt und es war echt ein super schönes Krippenspiel.
Danach hat mich meine Mentorin Kerstin abgeholt und wir sind zusammen zu ihr gegangen, denn ich wollte den Heiligenabend bei ihr verbringen. Bei ihr zuhause hat uns dann ihr Schwiegersohn abgeholt und wir sind zusammen aufs "Land", also ein kleines Dorf vor Örebro, gefahren. dort habe ich dann zwei weitere Familien kennengelernt, die mit ihren Kinder (Kerstins Enkelkinder), dort waren. Es war echt lustig.
So weit, so gut, doch dann passierte es: Meine Mentorin ist umgekippt und wir durften den Krankenwagen rufen, denn es sah echt nicht gut mit ihr aus. Die Sanitäter haben sie natürlich mit ins Krankenhaus genommen und sie musste dort über Nacht bleiben.
Tja, was soll ich sagen, danach war Weihnachten selbstverständlich gelaufen. Zwar haben wir noch alle zusammen gegessen, Geschenke verteilt und ausgepackt und zusammen "Kalanka"=(Donald Duck) gesehen, aber so richtige Weihnachtsstimmung wollte nicht mehr aufkommen. Nicht das die Kinder von Kerstin nicht nett waren, ganz im Gegenteil, sie haben sich super bemüht, aber natürlich galten ihre Gedanken Kerstin im Krankenhaus. Um 16.30 haben sie mich dann nach Hause gefahren, weil sie selbst noch zu anderen Bekannten wollten und ich habe verzweifelt versucht, meine andere Mentorin Anna-Lena anzurufen, ob ich spontan zu ihr kommen kann, aber ich hatte sie einfach nicht erreicht. Meine dritte Mentorin wohnt 2 Stunden von Örebro entfernt und die konnte mich selbstverständlich auch nicht mehr abholen. Tja, so habe ich den Heiligabend allein in meiner Wohnung vorm Fernseher verbracht. Auch mal eine Erfahrung;)...
Dennoch ist mir dieser Satz eingefallen und ich dachte, Mensch, dass stimmt echt. Ich war so froh am Morgen über den Schnee und nun sitze ich hier allein. Aber ich kann echt froh sein, dass in meiner Familie alle gesund sind und wir bis jetzt mit Aussnahme von einem Mal, immer schon und besinnlich Weihnachten feiern konnten. Wenn Kerstin nicht umgekippt wäre, wäre es echt das perfekte Weihnachten geworden und vielleicht wollte Gott mir mal zeigen, dass man nicht alles haben kann. Aber genau, weiss man das ja nicht, denn Seine Wege sind unergründlich....

Ich werde jetzt erst einmal meinen Urlaub geniessen und ausspannen.
Viele liebe Grüsse aus Schweden

Sonntag, 21. Dezember 2008

Lang, lang ist es her nun.....

Ohje, ohje, Schande über mein Haupt....Meine Güte ist das lange her, dass ich mal wieder geschrieben habe, aber das hatte auch seine Gründe:
Zu allererst ist mir vorletzten Woche Donnerstag mein kleiner Computer abgestürzt und da musste ich erst einmal viel Zeit investieren, den wieder herzurichten. Selbst jetzt spinnt der immer mal wieder rum:(...
Dann hatte ich unheimlich viel zu tun, musste viel arbeiten und bin viel eingeladen worden, ganz nach dem Motto: Nun ist ja bald Weihnachten und die arme kleine Volontärin sitzt ganz alleine daheim rum und quält sich mit Heimweh. Ok, ganz so schlimm ist es nicht mit dem Heimweh, aber trotzdem habe ich die Einladungen gerne angenommen.

Hier ist nun auch eine Menge passiert: Letzten Freitag war ich in Stockholm und habe dort Doro getroffen, die ebenfalls aus Deutschland kommt und ein DJiA in Farsta in Stockholm macht. Also sind wir dann mal ein wenig Weihnachtsgeschenkeshoppen gewesen. Die Rückfahrt war übrigens auch sehr lustig, weil es in stockholm geregnet hat und hier in Örebro 20 cm Schnee lagen. Somit wurde der Bus irgendwann immer langsamer, weil die Strassen immer mehr vereist waren und ich dachte schon, dass wir gar nicht mehr ankommen;)...
Am letzten Samstag war dann Lucia. Das ist ein traditionelles schwedisches Fest, was seinen Ursprung in Italien hat. Das ganze muss man sich dann so vorstellen, dass Kinder sich als die heilige Lucia verkleiden und viel singen. Ist ganz lustig anzuschauen und die Kinder können schon echt gut singen.
Letzten Sonntag hatten wir dann Pepparkakshusbyggertävling. Darunter kann man sich als Deutscher erst einmal gar nichts vorstellen, auch wenn wir natürlich in Deutschland Pefferkuchenhäuser bauen. Aber so verrückt, wie die Schweden sind wir dann doch nicht;). also, zurück zum Thema. Unsere Konfirmanden, einige aus unserer Jugendgruppe und die Kinder aus der Söndagsskola haben sich zum Pfefferkuchenhausbacken getroffen. Das war aber kein gewöhnliches backen, sondern ein Wettbewerb, bei dem das beste Thema gewinnt. somit wurden zuerst einmal Pläne geschmiedet, wie das Haus aussehen soll usw. Dann Teig ausgerollt, Formen ausgestochen und gebacken. Schliesslich mussten die Wände zusammen gesetzt werden und am Ende musste das Haus dann ja auch stehen.... Gar nicht so leicht;)....
Hat aber einen riesen Spass gemacht.


Teichausrollen ist gar nicht so einfach, besonders, wenn das Nudelholz zweckentfremdet wird;)


Nach dem Ausrollen kam dann das Ausstechen, Backen und Zusammensetzen

Am lustigsten waren die Eltern der söndagsskolan-kinder. Die Kinder wollten ein Weihnachtsschlitten mit Rentieren usw. bauen. Das war ja noch nicht so das Problem, aber als die Kinder dann die Tiere malen wollten, da gab es dann Geschrei: Die Eltern wollten nämlich unbedingt gewinnen und so durften die Kinder erst keine Rentiere malen, weil sie noch zu klein waren und die Rentiere nicht so hübsch aussahen. Das war so lustig mitanzusehen, wie die ehrgeizigen Eltern da rumgebastelt haben. Ich musste echt lachen:)


Aber ich finde, dass sich die Kunstwerke z.T. echt sehen lassen können

Montagabend hatten wir dann unsere Weihnachtsfeiern von unsere Gemeinde mit den ganzen Kollegen und mein Kirchenvorstand. Es war echt lustig und zu Essen bekamen wir das traditionelle "svenska julbord"= ein Weihnachtstisch mit lauter schwedischen traditionellen Weihnachtsgerichten. Es war lecker, aber die schwedische Wurst ist einfach nicht zu geniessen. Der Lachs und Hering dafür um so mehr:)...

Ansonsten war es letzte Woche doch ruhiger. Zwar durfte ich mal wieder jeden Morgen die Maria im Krippenspiel spielen, aber das war auch nicht mehr so anstrengend.


Ja, hier habt ihr mal ein paar Vorstellungen, von meinen Schauspielkünsten;)...

Nachmittags hatte ich dann meistens ein wenig frei, weil meine Kindergruppen ja schon Ferien hatten. Also habe ich dann mal die Zeit genutzt, um meine letzten Geschenke einzukaufen.

Donnerstag habe ich dann noch Besuch von meiner Klassenkameradin Esther bekommen, die für ein paar Tage in Schweden war. Es war echt super lustig, weil wir abends ein Fest für alle freiwilligen Helfer in der Kirche gefeiert hatten und Esther mit durfte. Wir sassen dann ein einem Tisch mit einem älteren Mann, der Esther die ganze Zeit auf Deutsch!!! zugelabert hat, weil er selbst nämlich ursprünglich aus Deutschland kommt und froh war, seine Deutschkenntnisse wieder zu gebrauchen. Esther war danach fix und fertig, was ich auch echt verstehen kann;)...
würde:(, aber Ja, gestern morgen habe ich dann Esther zum Flugbuss gebracht, weil sie wieder nach Hause geflogen ist und da habe ich so gemerkt, dass ich auch unheimlich gerne nach Hause kommennaja, was soll es, in 6 Monaten bin ich auch wieder daheim.
Den Nachmittag habe ich dann noch mal in der Stadt verbracht und heute gammel ich dann einfach mal nur auf den Sofa rum. Das brauche ich echt einmal.

Morgen früh muss ich noch arbeiten und ab morgen Nachmittag habe ich dann frei, damit ich mich auf meinen Urlaub und meine Reise zu Simone vorbereiten kann. Ich freue mich schon voll auf meinen Urlaub, endlich mal ein paar Tage Ruhe von allem.
Am Mittwochmorgen muss ich dann noch ein wenig "arbeiten", d.h. ich muss einen der drei weisen Männer im Krippenspiel spielen, und danach verbringe ich den Heiligabend bei meiner Mentorin Kerstin und ihrer Familie.
Ab den ersten Weihnachtstag heisst es dann URLAUB!!!!!!

Also, ich wünsche euch allen einen schönen vierten Advent und dann ein paar nette Feiertage.
Viele liebe Grüsse aus Schweden

Donnerstag, 11. Dezember 2008

Abslutsfester...

Ja, es neigt sich das Jahr dem Ende zu und ich bekomme doch mehr und mehr ein beklemmendes Gefühl auf der Brust. Nun bin ich schon 4 Monate hier, kann mich gut verständigen, lasse es mir gut gehen und auch sonst ist alles palletti, ABER es fühlt sich derzeit alles so komisch, so unwirklich an. Die letzten drei Tage haben meine Kindergruppen ihren Abschluss für dieses Jahr gefeiert und nun habe ich bis Mitte Januar erst einmal keine Kindergruppen mehr, d.h. Kristin ist arbeitslos;)...nee, nicht wirklich, aber nun habe ich die Nachmittag frei. Es war auch komisch, die Eltern wieder zu treffen, die dann alle ganz begeistert mit mir Schwedisch gesprochen haben.
...Tja und nun hat es pünktlich zur Lucia (am 13.12.) angefangen zu schneien und alles ist weiss und nett, aber irgendwie bekomme ich das gar nicht so richtig mit. Ja, das Heimweh hat mich wohl doch ein wenig gepackt trotz des schönen Weihnachtsstimmung hier. Ausserdem stelle ich mir so langsam die Frage, was nach dem Jahr werden soll; wo und was ich studieren soll usw.
Aber so ist das zur Advents- und Weihnachtszeit: Man kommt zur Ruhe und besinnt sich ein wenig. Das kann ich aufgrund meiner Freizeit nun auch tun.
Doch Gott sei Dank fahre ich morgen erst einmal nach Stockholm, um Doro zu besuchen und dann muss ich Sonntag arbeiten. Nächste Woche lässt sich sicherlich auch noch irgendwelche Arbeit finden...(naja, ganz "arbeitslos" bin ich nicht, ich muss immer noch Maria spielen und mit den ganz kleinen arbeiten)... und dann hat sich für nächste Woche ganz spontan Besuch angemeldet: Esther, eine Schulkameradin, kommt nächsten Donnerstag und bleibt bis Samstag, weil sie zuvor ein wenig in Stockholm arbeiten muss. Das ist mal eine wirkliche Weihnachtsüberraschung:).... und dann ist auch gaaaaaanz schnell Weihnachten und dann habe ich auch Urlaub und fahre zu Simone:). Darauf freue ich mich schon wahnsinnig:))))))....
Also, ich werde die Zeit bestimmt überstehen;) und heute Abend erst einmal zum Luciakonzert gehen...
Ich wünsche euch allen alles Gute, denke hier fest an euch und vermisse euch...
Viele liebe veschneite Grüsse aus Schweden

Montag, 8. Dezember 2008

Weihnachtsmarkt

Gestern hatte ich meinen einzigen freien Sonntag im Advent und das musste ich ja gleich mal ausnutzen, um die Stadt zu sehen:)...
An Sonntagen gibt es nämlich in Wadköping einen Weihnachtsmarkt und da bin ich dann gleich mal bei miesen Regenwetter hingestapft. ES war super schön, weil dort nur selbstgemachte Sachen angeboten wurden: Socken, Mützen, Dekoration, Essen;), Schmuck usw. Es war super nett und sehr gut besucht. sogar ein Weihnachtsmann war dort, um die Wünsche der Kinder entgegen zu nehmen. Hier in Schweden gibt es sogar tatsächlich eine Postadresse für den Weihnachtsmann... Ist das nicht cool? In Värmland (unser Nachbarbundesland) verkleidet sich sogar jedes Jahr ein Mann als Weihnachtsmann. Der lebt dann in einem kleinen Haus und hält sich Rentiere. Man kann ihn dann besuchen fahren und seine Wünsche abgeben... Vielleicht sollte ich da mal hin? Schliesslich wollte ich schon immer einmal den Weihnachtsmann besuchen;)...
Naja, nachdem ich dann eine Weile über den Markt gelaufen bin, war ich dann schliesslich auch komplett durchnässt und bin wieder nach Hause gefahren. Dort habe ich dann erst geputzt (muss ja auch mal sein;)) und dann einfach nur mal den Advent genossen: d.h. Kerzen angezündet, schwedische Weihnachtsmusik gehört und gefikat;). Danach mich aufs Sofa geschmissen und ferngesehen. Also einfach mal einen Nachmittag nur rumgegammelt. War aber auch mal schön.

Freitagabend war es echt lustig mit meinen Arbeitskollegen. Zur Erinnerung: Mein Chef hatte seinen 60. Geburtstag nachgefeiert! Es war eine echt schöne und lustige Feier und wieder einmal durfte ich erleben, wie die Schweden noch feiern können;). (Man denkt immer, dass die so ein ruhiges Volk sind, aber lass die mal loslegen, dann sind die echt nicht mehr zu stoppen:))... Also war es ein ausgelassenen Fest mit viel Wein, viel Spass und natürlich gutem Essen.

Samstagabend ging es dann ein weniger beschaulicher zu: Ich war bei meiner Mentorin Anna- Lena zum Abendbrot eingeladen. Anwesend waren neben mir die andere frühere Freiwillige Lena, Anna- Lenas Eltern und Sohn und natürlich sie selbst. Es war ein sehr gemütlicher Abend, den wir dann vor dem Fernseher ausgeklungen haben. wir mussten nämlich unbedingt die letzte Folge von "Sjärnorna på ic" (= Stars on ice) sehen. Es war richtig lustig, weil wir die ganze Zeit über die Künste der Stars diskutiert haben. Es war richtig gemütlich mit den vielen Kerzen im Wohnzimmer. Es kam richtig Weihnachtstimmung auf.
Ansonsten geht es mir gut und es gibt viel zu tun. So feiern diese Woche meine ganzen Gruppen ihren Abschluss und so heisst es für mich: NOCH MEHR FIKA!!!!! Aber das werde ich wohl überleben;)....
Also, ich melde mich wieder und wünsche euch allen eine schöne Woche....

Freitag, 5. Dezember 2008

Handball...

Gestern Abend war ich beim Handball und habe mir mal nette, hübsche Männer mit durchtrainierten Körpern angesehen;)... Es war echt super spannend, zumal Lindesberg, welche unsere Mannschaft in Örebro ist, zuerst hinten lag, dann nach der Halbzeit aufgeholt und dann sogar geführt hatte. Dennoch endete das Spiel 29:29...
Leider konnte ich keine so tollen Bilder machen, weil die echt einfach zu schnell gespielt haben (naja, was erwarten man denn auch sonst von zwei Mannschaften der ersten Liga?;))
doch Ronny zu liebe habe ich ein Viedeo gedreht:).... damit ihr dann auch mal seht, wie Handball in Schweden aussieht (auch nicht anders als in Deutschland)...


Wer will kann sich das Video ja mal anschaun:)...

Aber es war schon echt lustig, gerade weil meine Mentorin für Redbergslid IK war. Das waren die Gegner und sie kamen aus Göteburg. Letztes Jahr waren sie dritter am ende der Saison. Der Co-Trainer ist übrigens Magnus Wislander. Ok, ich weiss, für viele von euch sagt der Name nichts (mir ging es ähnlich), aber er hat in der schwedischen Nationalmannschaft gespielt und ausserdem auch in Kiel. Also, hatte ich ihn gleich ins Herz geschlossen;)... zudem spielen einige der Spieler aus Redbergslid in der Nationalmannschaft, aber ich habe keine gesehen:(. Man kann ja nicht immer Glück haben...
Naja, zumindestens sassen wir nun von vielen Lindesbergsfan umgeben und haben das Spiel angespannt verfolgt. Es war echt super nett und ich werde bestimmt noch einmal hingehen und zusehen:)...

Heute habe ich dann ein paar neue Klamotten gekauft. Das war auch echt nötig, weil wir heute Abend den Geburtstag meines Chefs nachfeiern und alle etwas Eleganter erscheinen sollen. Leider hatte ich nichts anzuziehen für den Anlass, aber nach 2 Stunden in der Stadt bin ich nun bestens ausgerüstet;)... immerhin bin ich in Schweden und Schweden ist das Modeland schlechthin...

Also, werde ich heute Abend mal wieder feiern gehen und dann morgen ausschlafen. Habe nämlich das Wochenende mal frei:)... wie schön....
Bis demnächst und liebe Grüsse

Donnerstag, 4. Dezember 2008

Adventszeit....

Die Adventszeit hat ja traditionell am ersten Advent begonnen, also schon am Sonntag, jedoch hatte ich kaum Zeit mal wieder was zu schreiben, aber das hole ich jetzt nach;)...
Der Sonntag hat hier traditionell mit einem Adventgottesdienst begonnen, aber mit was für einen: Es waren 500!!!!, ja genau 500 Leute in der Kirche. Man fand kaum noch einen Platz zum Sitzen. Unsere Vaktmästere hatten schon im Voraus extra zusätzliche Stühle in die Kirche gestellt und die wurden auch echt benötigt...Leider habe ich die Bilder von meiner Mentorin noch nicht bekommen, sonst könntet ihr euch selbst davon überzeugen, aber die werden dann nachgereicht;)... Der Gottesdienst war wirklich sehr schön und beeindruckend: Nicht nur der Jugend- und Erwachsenenchor haben "himmlisch" gesungen, sondern auch das kleine "Orchester" hat wunderschön gespielt. Alles war so besinnlich und einfach fantastisch... Und als dann 500 Leute "Dotter Zion" (=Tochter Zion) gesungen haben, hatte ich erstens Tränen in den Augen und zweitens eine echte Gänsehaut. Beeindruckend war auch, dass an dem Gottesdienst 8!!! Pastoren/innen und 2 Diakone beteiligt waren. Zwar hat nur einer zelebriert und ein anderer gepredikt, aber trotzdem waren soviel anwesend. Sogar die Predigt habe ich verstanden, was davon zeugt, dass mein Schwedisch jetzt echt super gut ist. ( Ein wenig Eigenlob darf doch wohl erlaubt sein;))... Doch dann ist mir echt etwas Unfassbares passiert: Der eine Pastor hat mich gefragt, wie den eigentlich der Gottesdienstablauf in meiner Heimatgemeinde aussehe und ob die auch so viel singen.... und.... was antwortet Kristin?.... ICH KANN MICH NICHT MEHR ERINNERN!!!!! Das gibt es doch nicht?! Seitdem denke ich wirklich jede freie Minute darüber nach, aber ich kann mich wirklich nicht mehr richtig erinnern:(... Oh mein Gott.... Für mich ist das alles nur schwarz und verschwommen und ich werde langsam echt verrückt... Vielleicht liegt es daran, dass ich nicht soooooo oft in unserer Kirche war, aber man kann doch nicht alles vergessen, oder?
Naja, nach dem Gottesdienst gab es dann auf jeden Fall FIKA!!!!! Meine Mentorin und ich haben für diesen Anlass ganze sage und schreibe 700 Lussebullar (= aus Saffran-Hefe-Teig und typisch Schwedisch) gebacken. Es gab eine Verlosung und dann auch noch selbstgebackenes Brot und Brötchen zu kaufen. Das eingenommene Geld geht an "Hela världen", eine Organisation von der schwedischen Kirche, die internationale Projekte unterstützt. Es war super schön, trotz der vielen Arbeit.
Nachmittags hatten wir dann einen Familiengottesdienst, der ebenfalls gut besucht war. Dort hat dann der Kinderchor gesungen und nach dem Gottesdienst gab es dann in unserem Gemeindehaus ein Nikolausfest für die Familien...natürlich mit Fika (Eis, Fruchtsalat und PEPPARKAKOR)... und der Nikolaus kam auch. Das war ziemlich lustig, denn die Kinder waren schon ziemlich verwundert, als plötzlich eine Art Weihnachtsmann vor der Tür stand. Zu diesem Anlass musste ich zusammen mit meinen Kollegen im Voraus 70 Süssigkeitentüten packen. Das war echt anstrengend, aber die Mühe hatte sich dann echt gelohnt, als die Kinder mich mit strahlenden Augen und verklebten Mündern angeschaut haben:)...
Abends haben wir dann den Abschied unseres Kirchemusikers Ulf gefeiert. Auch das war wirklich lustig und ein netter Abschluss für einen schönen, besinnlichen Tag...


Am Montag war dann Weltsaidstag und unsere Gemeinde richtete zusammen mit den anderen Kirchengemeinden in Örebro einen Infotag aus, d.h. wir trafen uns nachmittags in der Kirche, hatten dann erst eine Instruktion ins Thema Aids und dann gingen die Konfirmanden, die mithelfen sollten, in die Stadt, um Spenden zu sammeln. Am Ende gab es dann noch einen kleinen Gottesdienst in unserer Kirche. Ich durfte die ganze Zeit die Arbeit des Vaktmästersübernehmen, weil unsere beiden nachmittags frei hatten.Also habe ich mich um die Mikros, Beleuchtung usw. gekümmert, während die anderen in der Stadt waren. Also, wie ihr seht, lerne ich hier fast jeden Beruf einmal kurz kennen;)... wunderschön und besinnlich. und freue mich sehr, dass ich mich für dieses Jahr entschieden habe.

Ansonsten geht es mir sehr gut, auch wenn ich die letzten Tage sehr erkältet war und Dienstagnachmittag sogar nur daheim verbracht habe. Dennoch finde ich die Adventszeit hier. Draussen ist es kalt und dunkel (Heute hat es sogar wieder geschneit), drinnen schön warm und gemütlich mit den Kerzen. Ich fühle mich wie im ParadiesAusserderm ist es derzeit hier echt so, wie Astrid Lindgren es in ihren Kinderbüchern beschrieben hat: Man backt Lussebullar und Pepparkakor; trinkt Julmost und isst Is-Choklad und alles ist feierlich und schön. Ich freue mich wirklich immer mehr auf Weihnachten und bin schon wahnsinnig gespannt, wie das wohl wird.
Das Wochenende habe ich dann mal frei und werde es nutzen, einfach mal gar nichts zu tun. Ausserdem ist Lena Föll hier und besucht uns. sie war vor zwei Jahren Voluntärin in der Gemeinde.

Heute Abend gehe ich dann noch zum Handball und schaue mir mal nette, durchtrainierte Männer an;)...(also, ich checke mal die Lage für euch Mädels;))...
Ansonsten wünsche ich euch allen eine wunderschöne, besinnliche Adventszeit, wo auch immer ihr sein mögt, und ich denke hier fest an euch...


Donnerstag, 27. November 2008

Sport ist Mord?

Nach langer Zeit habe ich es doch tatsächlich mal geschafft, Sport zu machen: Ich war heute an der Uni hier in Örebro bei einem Aerobic-Programm, welches "step styrka" (=step Stärke) hieß...und das war es tatsächlich:)... DAs ganze muss man sich aus einer Mischung zwischen Step-Aerobic und Muskeltraining vorstellen. Zuerst haben wir unsere Muskeln auf dem Stepper aufgewärmt und gleichzeitig unsere Kondition trainiert. Ich war auf einmal richtig froh, dass ich in der Oberstufe einen Step-Aerobic-Kurs besucht habe, denn die Leiterin war trotz des Mikrofons nicht gut zu verstehen(vielleicht lag es auch an der Sprache;))), aber ich habe mich schnell dank Frau Witte-Ebel!!! an die Schritte erinnert und konnte sie gut verfolgen. Aber es war super anstrengend und ich km echt schnell ins Schwitzen.
Ich war übrigens nicht allein, denn mich hatten Emina und Sascha eingeladen. Sie hatten von ihrem Mentor, der regelmäßig an der Uni trainiert, 3 Freikarten bekommen und mir netterweise eine abgegeben:)...Das war auch ganz sinnvoll, denn ich habe trotz des regelmäßigen Fahrradfahrens hier ein wenig zugenommen. Aber was solls bei dem ganzen Essen und den vielen Fikas;), aber dann schadet Sport nicht:)...
Zurück zum Kurs: Nach dem Stepper kamen dann gewichte an die reihe, mit denen wir unsere (fast) alle Muskeln trainiert haben, indem wir Gewichte passend zur Musik stämmen durften. Das war echt hart, denn nach einiger Zeit spürt man schon einen unangenehmen Schmerz an der jeweiligen Stelle:(, aber es hat trotzdem viel Spaß gemacht. Zum Schluss haben wir uns dann noch ausgedehnt. Alles in allem war es nur 1 1/2 Stunden, aber danach habe ich mich einfach nur super gut gefühlt. Ich sollte wohl öfter Sport machen und mehr trainieren, nicht nur, weil ich sonst als Klops wiederkomme;)... aber bestimmt habe ich morgen "trainigsvärk"= Muskelkater.

Ansonsten kann ich noch berichten, dass ich immer mehr Fortschritte in Schwedisch mache und ich dienstags ein Kompliment von den Kindern bekommen habe: "Hur bra svenska pratar du nu"(= wie schön ich doch Schwedisch spreche). Ich musste den Kleinen nämlich den Sinn von Advent und Weihnachten erklären, weil unsere Pastorin krank war. Das war alles sehr spontan und so war ich umso mehr stolz, dass sie mich so gelobt haben:))))).....

Dann bekomme ich am Samstag noch Besuch von freidrich, Dominik und Lukas, drei deutsche FSJler. Das wird sicher lustig. Dafür muss ich aber auch den GANZEN Sonntag arbeiten:(, von 9 Uhr morgens bis 17h abends und danach haben wir ein Abschlußfest für unseren Kantor. Also, ein langes, aber sicher lustiges Wochenende...

Liebe Grüße aus dem jetzt wieder schneefreien Örebro...

Montag, 24. November 2008

Schneesturm und Schneechaos

Es schneit schon wieder hier in Örebro und zwar schon seit gestern Abend. Mittlerweile ist wirklich alles weiss und selbst die Flächen, die schon wieder grünlich waren, weil es zwar Freitagnacht geschneit hatte, dann aber über das Wochenende die Sonne schien, sind wieder voll und ganz weiss. Den Scherz von Lenny: "Lass dich nicht zuscheien" scheint sich hier tatsächlich zu erfüllen. Wir haben hier gerade mal -5!!!!!!Gard und draussen tobt ein richtiger Schneesturm. Schade, dass ich meine Kamara daheim vergessen habe, sonst hätte ich das mal gefilmt, damit ihr mir auch glaubt;)...
Ausserdem herrscht hier das totale Verkehrschaos: Es können kaum Autos auf der Strasse fahren, weil es so glatt ist, der Flugverkehr ist hier eingestellt und die Menschen bleiben drinnen. Man sieht kaum jemanden auf der Strasse. Warum wohl;)???? Naja, ich habe heute dann mal mein Fahrrad daheim gelassen und werde Bus fahren. Aber selbst das ist schon komisch. Samstag dachte ich echt, dass der Bus wegrutschen würde, als er um eine Kurve gefahren ist. Ich war heilfroh, wieder daheim zu sein!!!!!
Mein Zuhause habe ich übrigens schon weihnachtlich geschmückt und es mir gemütlich gemacht. Was bleibt einem auch anderes übrig bei dem Wetter;). Naja, gestern habe ich mit Maria Lyssebullar, ein spezielles schwedisches Safranbrot zu Weihnachten, gebacken. Zwar wollten wir Pepperkakor backen, aber ich war nicht in der Lage einen Teig zu machen:). Mal wieder haben ich meinen Meister gefunden, aber ich gebe nicht auf und werde es morgen noch einmal versuchen:)!!!!! Das ist richtig schön hier Plätzchen zu backen, weil es draussen so kalt ist und so viel schneit. Man kommt dann richtig in Weihnachtsstimmung. heute morgen habe ich dann mit meiner Mentorin Lyssebullar gebacken und mich gefreut wie ein kleines Kind. Ich liebe einfach die Weihnachtszeit und wenn dann auch noch Schnee liegt, ist es einfach perfekt:))))....
Also, ich versuche mal, mich nicht weiter einschneien zu lassen und werde mich jetzt mal den Weg zu meiner Kinderbibelstunde machen. Ich hoffe, dass ich nicht erfriere:)....
Viele liebe Grüsse aus dem verschneiten Örebro

Donnerstag, 20. November 2008

Wetterschwangungen..

Man mag e echt kaum glauben, aber gestern hat es hier mal wieder geschneit. Ich habe mal ein Video davon gedreht, weil man mir bestimmt sonst nicht glaubt, aber den starken Schneesturm wollte ich lieber nicht draussen filmen. So habe ich den dann aus meinem Bürofenster nur angeschaut:

Ich habe mich gefreut, wie eine kleine Schneekönigin, aber, was soll ich sagen: Der Schnee ist nicht liegen geblieben:(... Mal wieder nicht. Dabei ist es mit gerade mal 2 Grad plus echt kalt. Aber naja, dann halt das nächste Mal... Dafür ist heute der schönste Sonnenschein und kein einzige Wolke am Himmel. Schon komisch diese ganzen Wettersache hier in Örebro. Hier ist echt kein Verlass auf die Wettervorhersage;)...

Tja, sonst gibt es nicht so viel Neues. Ich habe einen alten Posten, den ich in Deutschland hatte, jetzt auch hier besetzt: Ich bin eine kleine Kirchenmusikerin;). Nee, aber wir haben heute für unseren Altennachmittag keinen Klavierspieler und da springe ich dann mal eben spontan ein. Weil ich die Lieder ja auch so gut kann;), aber mal sehen, wie das wird!!!!

Ansonsten habe ich festgestellt, dass die Schweden entweder ein besseres Gesundheitsystem und bessere Ärzte haben oder alle, entschuldigt wie Wortwahl, verhätschelt sind. Ich musste selten in meinem Leben so sehr auf Zutaten achten wir hier und ausserdem gibt es hier die merkwürdigsten Allergien. Jeder dritte hat eine Laktoseintioleranz, der nächste darf keine Eier essen, der nächste keine Nüsse, der nächste ist Vegetarier und schliesslich die anderen ganzen Allergieker. Das ist manchmal echt anstrengend, weil man immer auf das essen achten muss. Das war in Deutschland nie so schlimm. Mmmh... woran das wohl liegt?!

Ach so, ich habe jetzt übrigens auch Internet ZUHAUSE!!!!!!!!! JA, ich habe es geschafft. Sie haben Mitleid mit mir, weil meine Wohnung nicht auf dem neusten Technikstand ist und das muss ja angeblich sofort behoben werden. Mich hat es nicht sooo gestört, aber ok. Nun kann ich von daheim immer skypen und ins Internet gehen. Hat auch viele Vorteile;)...

Am Freitag treffe ich mich einer Amerikanerin, die hier als Au pair in Örebro arbeitet. Ich habe sie beim Sprachkurs kennengelernt und wir verstehen uns super gut. Es mag wohl v.a. daran liegen,weil wir uns so ähnlich sind;). Sonntag werde ich dann mit der anderen Freiwilligen Maria zusammen Pfefferkuchen und andere Plätzchen backen. Ich liebe die Weihnachtszeit;)!!!!

So, ich muss jetzt mal runter gehen und mich ein wenig warm spielen, bevor die andern kommen, sonst gibt es nachher noch eine Katastrophe (Die gibt es sowieso;)) Also macht es gut!!!!

Dienstag, 18. November 2008

Konfirmandenfreizeit

Ich habe das Wochenende zusammen mit anderen Leitern und natürlich den Konfirmanden in Kumla, ein Ort hier ganz in der Nähe, verbracht. Ich habe mich richtig auf das Wochenende gefreut, weil ich endlich mal wieder mit Konfirmanden arbeiten konnte (die Arbeit kenne ich wenigstens;)), aber ich habe echt dort einen kleinen Culture-clash ( wie Karin so schön sagt) bekommen:

Erst einmal waren wir, zusammen mit der Pastorin und meiner Mentorin, 12!!!! Leiter für 15!!!!! Konfirmanden, also fast eine 1 zu 1 Betreuung. Somit habe ich mich echt bei einigen Sachen super überflüssig gefühlt, denn was sollen die Konfirmanden mit so vielen Leitern anfangen?! Aber na gut, später habe ich dann gemerkt, wofür man so viele Leiter braucht: Zum Kochen, putzen und sonstige Haushaltstätigkeiten... Wir haben nämlich nicht in einer Jugendherberge geschlafen, sondern in einer alten Villa, d.h. selbst kochen, zum Teil auf dem Fussboden schlafen, weil es nicht genügend Betten gab und natürlich alles andere, was man zum überleben braucht;)... Erst war ich ein wenig schockiert, ich weiss gar nicht mehr warum, vielleicht weil ich es anders gewöhnt bin, aber eigentlich war es super lustig...

Als Leiter geht man auch mal mit gutem Beispiel voran und schläft auch einmal eine Nacht in einer Kissenbox ;) (Nee, das war nur ein Scherz)

Ausserdem hat in jedem Zimmer mindestens ein Leiter mitgeschlafen, so dass nachts immer jemand um die Konfirmanden herumgeschwirrt ist. Trotzdem bekommt man nicht mehr Schlaf;)...

Tja, was haben wir gemacht? Was wohl: erst einmal KENNENLERNSPIELE ( glaubt mir, bald bin ich DIE Expertin darin;))... Dazu kamen dann noch weitere Spiele, die die Teamfähigkeit zwischen den Konfis stärken sollten. Also, wenn ich nächstes Jahr euch in Deutschland begleite und uns mal langweilig werden sollte, ich kenne jetzt genügend Spiele;)...


Mal wieder haben wir sämtliche Namenspiele durchgespielt :(....


...und man muss nicht immer nur drinnen sein;)...

Ansonsten hatten wir am Samstag eine Taufe, d.h. nicht nur eine, sondern drei Konfirmandinnen haben sich taufen lassen. Anschliessend wurde dann ein wenig mit allen Konfirmanden, Leitern und den Eltern und Angehörigen der Täuflinge gefeiert. Das war echt ein schöner, netter Samstag, auch wenn der Vor- und Nachmittag etwas Stressiger waren, weil wir die ganzen Vorbereitungen für die Feier treffen mussten... Dafür war das Fest dann umso schöner...


Es war echt lustig, zumal wir zuvor Probleme hatten, 60 Leute in einen Raum zu quetschen;)...

Dann habe ich gemerkt, dass so viele Leiter auch mal ganz sinnvoll sein können, denn wir konnte viel in kleinen Gruppen arbeiten und uns viel mit den Konfirmanden beschäftigen. So haben wir ihnen einige Bibelstellen im Neuen Testament spielerisch verdeutlichen...

Ob als Zimmermann oder als Fischer, immer musste die Gruppe zusammen arbeiten


..und diesesmal durfte sich auch die liebe Kristin nützlich machen ;)...


..aber auch Rollenspiele waren ein Teil des Wochenendes


Abends wurde sich dann in der Küche getroffen und viel gelacht...

Ja,ich habe eine Menge neuer Methoden (natürlich auch Spiele;)), aber auch viel über die schwedische Jugendarbeit, die doch ein wenig anders ist als bei uns....
Somit bin ich Sonntagnachmittag um viele Erfahrungen reicher, aber auch unendlich müde und kaputt, weil scheinbar selbst 12 Leiter noch zu wenig sind, um eine Rasselbande von Konfirmanden ruhig zu bekommen;)...
Alles in allem muss ich aber sagen, dass ich an diesem Wochenende auch gemerkt habe, dass mir meine Heimatgemeinde doch sehr fehlt... Dennoch werde ich nächstes Jahr immer wieder sagen können, dass unsere Konfis es doch bei weitem besser haben: Wir haben kein Schema von morgens um 8 Uhr bis abends um 23 Uhr und dazwischen kaum Freizeit für sich. Ausserdem haben sie Essen bekommen, mussten am Ende nicht die WCs putzen, haben kaum Andachten und schlafen allein. Dagegen ist selbst eine Wanderung nicht das Schlimmste, was ihnen passieren kann. Also, nächstes Jahr gibt es dann keine Schonung bei mir;)...
Also, ich freue mich schon wahnsinnig wieder mit unseren Konfirmanden in Deutschland zu arbeiten und ich denke oft an euch daheim...
Dennoch macht es mir echt Spass hier und ich geniesse die Zeit hier...
Bis demächst und viele liebe Grüsse aus Schweden...

Montag, 10. November 2008

Häjk med Scouterna

Tjena alle zusammen,
Ich habe mich ja schon länger nicht mehr gemeldet, aber es gibt auch einfach nicht soo viel zu berichtet bis auf den Häjk am Samstag mit meinen Scoutern. Erst war ich etwas sauer, weil ich mal wieder ein Wochenende arbeiten sollte und somit mal wieder nichts gescheites tun konnte, aber es war doch super lustig!!!!!
Wir waren in der Mikels Församling, einer Gemeinde hier in Örebro, d.h. ich habe auch andere Leiter getroffen und natürlich Maria, die die Freiwillige in der Gemeinde ist.
Angefangen haben wir um 10 Uhr morgens und haben zuerst einmal alle Kinder kennen gelernt, denn die meisten stammten aus der anderen Gemeinde und waren uns unbekannt. Also, erst einmal KENNENLERNSPIELE!!!!!!!!! Maria und ich durften diese Spiele leiten und ich habe meinen ganzen Hass auf diese Spiele bei den Kindern ausgelassen,d.h. dass die Kinder echt doofe Spiele spielen mussten und ich immer lächelnd daneben stand und meinte: "So schlimm ist das doch nicht!" Oh, wie ich diese Leiterposition liebe (sieht man ja auch immer auf den Konfi-Freizeiten;))...

Tja, Kennenlernespiele sind nicht jedermans Liebling;)

Danach haben wir uns in drei Gruppen eingeteilt: Die erste hatte die Aufgaben, einen Dreifuss zu bauen und Feuer zu machen, so dass wir einen Kochtopf mit Nudeln über dem Feuer wärmen konnten und Essen kochen konnten. Die zweite Gruppe sollte das Essen vorbeireiten und die letzte Gruppe sollte Stöcke schnitzen, so dass wir später Stockbrot über der Glut grillen konnten. Es war echt super lustig, weil ich den Kindern beim Essenvorbereiten helfen sollte und ich mich nicht so ganz verständigen konnte. So haben sie erst nicht verstanden, dass sie die Wurst dritteln und nicht jetzt schon essen sollten. Vielleicht wollten sie mich auch einfach nicht verstehen;)...
Schliesslich haben wir gegessen. Es gab Nudeln mit Ketch-up und gerillten Wurts-Köttbullar-Spiessen, wobei sich das letztere als ziemlich schwierig entpuppt hat, weil eher die Schaschlikspiesse angebrannt oder verbrannt waren, bevor die Wurst und das Fleisch geniessbar war. Aber ich habe mich hier ja schon an so einiges gewöhnt, also war es auch nicht sooooooo schlimm;)...
Rosse und die Kinder hatten viel Spass beim Grillen der Wurst und der Köttbullar

Danach ging es wieder in kleinen Gruppen weiter. In 5 Gruppen starteten die Kleinen und sollten eine Tour nacheinander durch den Wald machen. Dabei sollten sie Zeichen lesen und an verschiedene Stationen verschiedene Aufgaben lösen. Ich durfte eine Gruppe begleiten und das war gar nicht so einfach, weil die Aufgaben teilweise doch ziemlich anspruchsvoll waren, aber natürlich auch sehr, sehr lustig!!!!


Die Kinder durften viele Teamspiele spielen (links) und auch eine Flagge für ihre Gruppe basteln (rechts)


Während die Kinder warteten, dass sie endlich los durften, haben sie drinnen ein wenig mit uns Leitern gespielt und gebastelt


Und nachdem wir eineinhalb Stunden durch den Wald gelaufen waren, war ich auch fertig mit der Welt, aber natürlich hatte ich keine Ruhe.
Danach bereiteten wir nämlich Skrabbeluke (ich glaube, dass man das so schreibt;)), eine Art Zuckerpfannkuchen, zu und grillten den Teig auf einem Art Backblech über einem Feuer. Dabei habe ich meine neue Jacke versaut, weil ich den Teig halten sollte. Doch ich konnte ja nicht ahnen, dass der Teig nicht nur in, sondern auch ausserhalb der Schüssel war. Also habe ich jetzt Pfannkuchenteig an meiner Jacke, aber was solls:)... Danach gab es auch gleich FIKA!!!! Damit meine ich, dass wir Stockbrot gegrillt haben und dazu Kakao getrunken bzw. Kaffee. Ja, ich bin ein echter Kaffee-Junkie geworden, sehr zum Ärgernis meines Kreislaufes;)...
Schliesslich wurde es draussen mehr und mehr dunkel und wir sind wieder ins Haus gegangen und die Kinder haben zusammen mit Rosse und Anders, zwei unser Olaus Petri Leiter, geübt, wie man verschiedene Knoten macht. War gar nicht so einfach, aber sie haben es super gemeistert.


Alle waren hochkonzentriert und super stolz auf ihre Ergebnisse
Danach ging es noch einmal kurz raus, um sich auszutoben, ein paar Spiele zu spielen und v.a. die Leiter, die bis jetzt Zähne gezeigt haben und nicht schlapp gemacht haben, endlich zu schaffen;)...
Um 18h ging es dann für alle Kinder nach Hause. wir Leiter haben noch ein wenig geredet und aufgeräumt und dann bin auch ich völlig fertig nach Hause gefahren.
Alles in allem war es ein schöner Tag, wenn ich abends auch hundemüde war, tierisch nach Rauch und Feuer gestunken habe und meine Jacke ein wenig leiden musste:)...
Ansonsten gibt es nicht viel zu berichten. Meine Woche verläuft normal wie sonst auch: Kindergruppen, Kaffetrinken, mit Kollegen plaudern und erste Weihnachtsvorbereitungen treffen! Also, alles normal.
Am Wochenende werde ich dann auf Konfi-Lager fahren und sei euch gesagt, dass ich den Ablauf mitnehmen werde und nächstes Jahr den deutschen Konfirmanden zeigen werde. Und wehe, da beschwert sich noch einmal einer, dass wir soviel machen!!!!! Denn hier fangen wir morgens um 9h an und hören abends um 22.45 mit Fika auf!!!!!! Dazwischen ist volles Programm, also Sigtuna lässt grüssen;), aber es wird sicher lustig werden!!!!!
Also, macht es gut und lasst es euch gut gehen, wo auch immer ihr euch gerade rumtreibt;)...


Donnerstag, 6. November 2008

Nachtwanderung

Gestern war ich zusammen mit den Scoutern draussen und habe eine Nachtwanderung gemacht. Wie ich es mir schon gedacht habe, war es selbstverständlich a...kalt, aber ein richtiger Scouter kennt ja kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Kleidung;) (übrigens ja auch immer unserer Kommentar auf den Konfi-Freizeiten;)). Also habe ich mich dick eingepackt und los gings: Wir hatten vorher ein paar Reflektoren im Wald versteckt, die die Kinder entdecken mussten. Bei den Reflektoren mussten sie dann verschiedene Aufgaben erledigen. Eigentlich war es super lustig, weil es sehr dunkel war und dazu noch vernebelt. Ich war noch nie bei so einem Wetter in Wald. Ausserdem waren die Kinder echt niedlich: Einige hatten richtig Angst, andere kamen nicht so richtig zurecht. Ich muss dazu sagen, dass wir die Kinder zuvor in Gruppen eingeteilt haben und sie alleine durch den Wald gestapft sind. Doch waren wir immer in der Nähe und standen bei einigen Reflektoren, wo sie Aufgaben erledigen sollten. Dennoch waren wir in der Dunkelheit und dem Nebel nicht so einfach zu erkennen. Die Kinder dafür um so besser, weil sie eine Taschenlampe bei sich hatten. Eine Gruppe war so verplant, dass sie einfach an mir vorbei gelaufen sind, obwohl sie mich angeleuchtet hatten. Irgendwie kamen die überhaupt nicht zurecht und ich musste mir echt das Lachen verkneifen. Ich wollte sie aber auch nicht erschrecken und so habe ich sie später darüber aufgeklärt. Gott sei Dank, konnten sie darüber genauso lachen wie ich. Alles im allen war es doch ein netter Abend trotz des schlechten Wetters.
Mal sehen, wie es dann am Samstag mit ihnen wird.
Bis demnächst und viele liebe Grüsse an alle

Sonntag, 2. November 2008

Gustavsvik

Ich war heute mit der Jugendgruppe zusammen n Gustvsvik. Das ist ein Erlebnisbad in Örebro. Es war echt super lustig und wir hatten viel Spass, auchnn ich erst gar nicht so recht Lust hatte, weil ich mal wieder fast das komplette Wochenende gearbeitet habe:(...
Trotzdem war es am Ende echt super cool und ich war froh, doch mitgegangen zu sein.
In Gustavsvik findet man unendlich viele Wasserrutschen, wovon eine mit vielen Stromschnellen ist und die ist natürlich die beliebteste. Also bin ich mitgerutscht und habe mir unendlich viele blaue Flecke zugezogen, aber was tut man nicht alles für die Jungendlichen;).... Dann sind wir eine Rutsche gerutscht, die total dunkel und unendlich steil war. Man hat völlig die Orientierung verloren und ständig Wasser insGesicht bekommen. Ich hatte eigentlich noch nie Probleme mit solchen Rutschen, aber da habe ich zum ersten Mal richtig Platzangst und Luftprobleme bekommen. Demnach habe ich mich schön fern von ihr gehalten.

Der Ausgang der dunklen Rutsche (links) und die Rutsche mit den Stromschnellen (Mitte u. rechts)

Dann gab es da noch eine Rutsche, die erst steil bergab ging und dann in einer Art Kloschüssel endete, wo man zuerst durch seine Schnelligkeit an den Rand katapultiert ist, aber dann durch die Zentrifugalkraft in die Mitte gezogen wurde, wo der Ausgang als ein Loch war.
War super lustig.

Auch eine kleine Kletterwand war dort zu finden und zum Schluss noch ein Gruppenbild;)...

Dafür war ich heute Morgen auch etwas verwundert über meine Kirchengemeinde: heute war Alla själars dag, so was bei uns der Totensonntag ist, und gestern war Alla helgona dag, also Allerheiligen. Das ist ansich noch nicht so komisch, aber das ich mich heute am ende des Gottesdienst auf dem Friedhof wiedergefunden habe, weil wir den Abschluss des Gottesdienstes auf dem Friedhof abhalten wollten, war schon merkwürdig für mich. Aber dann kam der Hammer: Vor mir standen 4 Pastoren, die mit Wasser und einer Art Besen in Klein dann den Friedhof abgelaufen sind und die Gräber gesegnet haben. Ich dachte echt, jetzt bin ich in irgendeiner Sekte gelandet;). Nein, das bin ich natürlich nicht, aber es war schon ein wahnsinnig komisches Gefühl und dann musste ich echt anfangen zu lachen, weil es aussah wie Hexenvertreibung. Das war natürlich völlig fehle am Platz, weil um mich herum alle ganz andächtig waren, aber naja. So ist das halt, manchmal tritt man dann auch mal in ein Fettnäpfchen;)...

Schnee gab es leider am Wochenende nicht mehr:(..... Zwar hatten wir gestern Nacht minus 6 Grad und es war a....kalt. Meine Mentorin musste ihr Auto freikratzen.
Der Frost sah fast wie Schnee aus
Ich habe ihr fleissig geholfen, denn auch ich wollte nach Hause. Ich war nämlich gestern Abend bei der Mutter meiner Mentorin zum Essen eingeladen. Es war super lustig und wir hatten viel Spass. So habe wir auch herausgefunden, dass sie und ihr Mann schon fast bei mir daheim waren. Sie haben nämlich 1993 Lauenburg besucht, was gerade mal 20 Minuten von meinem Heimatdorf entfernt liegt. Aber durch die Bilder, die wir uns angesehen haben, habe ich auch ein wenig Heimweh bekommen und gemerkt, wie sehr mir doch eigentlich mein Zuhause fehlt. Aber ich bin ja nächstes Jahr wieder daheim!!!!
Gestern Morgen habe ich das erste Mal allein die Kinder während des Gottesdienstes betreut und es lief super gut. Zwar hatte ich Hilfe von einem Jugendlichen, der mir mit der Sprache geholfen hat, aber ansonsten habe ich die Verantwortung ganz allein gehabt. Zuerst war ich super nervös, aber dann lief doch alles ganz gut:)!!!!
So, jetzt will ich nach Hause fahren und mir etwas zu Essen machen. HAbe ich übrigens schon bemerkt, dass alleine Essen keinen Spass macht?! Aber naja, bald bekomme ich ja Besuch von lena. Sie ist vor zwei Jahren hier in meiner Gemeinde gewesen. Darauf freue ich mich schon total.
Aber bis dahin muss ich wohl meistens allein Essen:(...
Naja, macht es gut und viele liebe Grüsse an euch alle

Freitag, 31. Oktober 2008

SCHNEE!!!!

JA, man mag es kaum glauben, aber die alten Menschen hatte Recht: Es schneit und der Winter ist definitiv doch schneller gekommen, als alle es erwartet haben.
Gestern Abend gab es die ersten Schneeflocken und zuerst achte ich, dass ich Halluzinationen habe, aber nein, es hat tatsächlich geschneit. Also bin ich erst einmal rausgelaufen und habe ein paar Fotos gemacht:


Die Autofahrer durften heute Morgen früher raus zum Kratzen:)...

Es war saumässig kalt draussen, ich denke mal, gerade minus 2 Grad, und ein eisig Wind fegte über unsere Strassen. Ich konnte kaum schlafen in der Nacht, weil der Wind stark an meinem Fenster gerüttelt hat und man echt das Gefühl hatte, dass draussen ein Schneesturm tobt. Aber so schlimm war es dann, Gott sei Dank, doch nicht;)...
Leider war der Boden auch noch nicht so kalt, als dass der Schnee liegen geblieben ist. Zwar waren die Strassen heute morgen matschig, aber der Schnee taut schon wieder. Es ist jedoch immer noch super kalt und ich habe schon meine dicke Winterjacke angezogen.
Hier in meiner Gemeinde hat der Schnee aber doch ein paar Spuren auf dem Rasen und unserer Essbank draussen gelassen:


Irgendwie ist Schnee im Oktober schon etwas ungewohnt ;)

Und bis jetzt hat es auch immer zu noch geschneit. Ooohhh, ich freue mich so. Eventuell bekomme ich so nun doch weisse Weihnachten:)... Ich hoffe auch, dass es am Wochenende weiter fleissig schneit, damit ich einen Schneemann bauen kann, aber ich glaube, dass ich mich da noch ein wenig gedulden muss. Dafür ist es noch nicht kalt genug :(...
Morgen ist hier dann Allerheiligen und ich muss selbstverständlich arbeiten:(. Aber dafür bekomme ich dann auch den Sinn dieses Festes mal erklärt und darf mit den Friedhof besichtigen mit all den,extra für diesen Tag, angezündeten Kerzen auf den Gräbern. Angeblich soll das ein wunderschönes Bild sein. Ich weiss ja nicht recht, mir sind Friedhöfe eigentlich immer unheimlich. Aber naja.
Also, ich melde mich wieder, wenn ich was Neues zu berichten habe. Jetzt fahre ich erst einmal nach Hause und hoffe, dass ich keinen Unfall baue, denn die Strassen sind doch ein wenig glatt.
Bis demnächst
Viele verschneite Grüsse aus Örebro

Montag, 27. Oktober 2008

Schnee????

Ich bin heute morgen aus dem Haus geeilt, war mal wieder zu spät;), und habe erst gar nicht so richtig meine Umgebung war genommen, weil ich noch so verschlafen war. Aber dann kam es: Es hat über Nacht gefroren und mein Fahrrad hatte eine kleine Frostdecke über dem Sattel. Ausserdem war es saumässig kalt. Zwar weiss ich, dass wir hier in den nächsten Tagen Minusgrade bekommen sollen, dass es auch tagsüber nicht mehr als 6 Grad werden sollen und ein starker, eiskalter Wind weht, aber soooo schnell habe ich damit noch nicht gerechnet. Die Autos mussten echt freigekratzt werden heute morgen und die Strassen waren glatt. Also kommt hier echt der Winter mit gaaaaaaanz grossen Schritten auf uns zu!!!! Dabei habe wir noch erst Ende Oktober!!! Aber vielleicht habe ich dann ja auch weisse Weihnachten?!
Zumindestens haben mir die alten Leute das prophezeit. Ich war nämlich Montag Nachmittag in einem Wohnheim für alte Menschen, Laurentiusgården, zusammen mit einer Diakonin. Es war super lustig und ich habe mich gut und lange und viel mit den alten Leuten dort unterhalten. So kam das Thema auch auf Winter und auf Schnee. Sie haben mir erklärt, wenn man im Herbst viele Brombeeren findet, gibt es einen kalten, harten Winter. Ausserdem meinen sie, wenn man keine Brombeeren mehr am Strauch findet, dann kommt der Winter schnell. Und was soll ich euch sagen, es gab viele Brombeeren dieses Jahr und alle sind von den Sträucher gefallen letzte Woche. Erst habe ich gelächelt, aber als ich heute Morgen dann auf dem weg zur Gemeinde war, habe ich mich wieder an die Worte erinnert und scheinbar hatten sie recht. Zumindestens was diese Woche angeht.

Tja, ansonsten gibt es nicht viel zu erzählen, ausser dass ich sehr beeinruckt von dem Wohnheim war: Der Andachtsraum war wunderschön dekoriert und das Haus so einfach nur freundlich und einladend aus.


Das ist der Andachtsraum in Laurentiusgården


Meine Diakonin hat auch ein paar Puppen gebastelt, mit denen jeden Monat eine andere Jesus Geschichte nachgestellt wird.

Zwar ist Laurentiusgården kein Altenheim wie wir in Deutschland haben, aber dennoch leben dort vorwiegend alte und schwache Menschen. Aber es gibt kein festangestelltes Pflegepersonal. Sie haben dort nur eine Hauswirtschafterin, einen Hausmeister und eine andere Diakonin, die die Seelsorge und pysichische Begleitung der Menschen übernimmt. Ansonsten machen die Bewohner noch alles selbst. Sie können auch selbst kochen, da jede Wohnung nicht nur ein eigenes grosses Badzimmer hat, sondern auch eine Küche und einen Balkon. Zwar habe ich keine Wohnungen von innen gesehen, aber meine Diakonin hat es mir berichtet.
Alle Menschen scheinen sich dort sehr wohlzufühlen und wenn ich mal alt werde, dann würde ich auch am liebsten dorthin ziehen;)... Nee, aber im Ernst, ich werde wohl häufiger mit meiner Diakonin mitgehen. Das hätte ich ehrlich nie gedacht, weil mir die Arbeit mit älteren Menschen nicht so liegt. Aber ich hatte echt viel Spass, gerade weil ich mich viel mit den Pensionären unterhalten konnte. Einige kommen auch ursprünglich aus Deutschland oder haben mal eine Zeit lang dort gelebt. die anderen haben es zumindestens schon einmal besucht. So hatten wir viele Gesprächsthemen: von Schnee und Winter über Hamburg bis hin zur Familienverhältnissen. ES war ein angenehmer und lustiger Tag.
Jetzt war ich eben mit einigen Arbeitskollegen zusammen bei MAX, das ist sowas wie MC Donalds, aber viiiiiiiellll besser. Dort haben wir dann zusammen lunch gegessen. Jetzt gleich werde ich noch unsere Kirchenmusikerin zum Krankenhaus begleiten. Mal schauen, wie das wird und später betreue ich mal wieder Kinder.
Also, har det så bra und viele liebe Grüsse aus dem kalten, vielleicht bald verschneitem ;) Örebro





Sonntag, 26. Oktober 2008

Höstlov...

Nächste Woche sind hier Herbstferien und das heisst für mich: KEINE ARBEIT :(.... Alle Gruppen fallen aufgrund der Ferien aus und somit muss ich mich anderweitig beschäftigen. Aber ich wollte kein Urlaub nehmen, weil ich den nächstes Jahr noch massenhaft brauchen werde. Das ist auch wiederum gar nicht so schlecht, weil ich dann in viele andere Bereich der Kirchenarbeit schnuppern kann: So begleite ich nächste Woche vor allem die Diakonin Ulla Stina, die meistens in Laurentiusgården oder Sofiagården arbeitet. Das sind, so weit ich das weiss, jeweils betreute Wohnheime für alte Menschen und somit richtet sich meine Arbeit nächste Woche überwiegend auf ältere Mitmenschen (juhu, erst einmal KEINE Kinderlieder mehr;)). Aber ich begleite auch unsere Kirchmusikerin, die mittwochs immer im Krankenhaus in der dortigen Kirche arbeitet. Somit kann ich mir auch einmal einen kleinen Überblick über die Krankenhausseelsorge hier in Örebro machen. Das ist gar nicht so schlecht, denn auch das Krankenhaus gehört mit zur Olaus Petri Församling. Ja, und dann arbeite ich nächste Woche ein wenig mehr in der Küche und helfe donnerstags, wie gehabt, beim Torsdagsträffen.
Also, ich bin richtig gespannt auf nächste Woche und freue mich unendlich, mal etwas Neues zu sehen und ausprobieren zu dürfen. Zwar mag ich meine Arbeit sehr, aber ab und an was neues ist auch nicht schlecht. Das verhindert Alltagsgefühle;)...
Samstag muss ich dann ausnahmsweise mal wieder arbeiten: Es ist Allerheiligen und hier ein richtig angesehener Feiertag: Alle gehen in die Kirche und meine Pastorin hat mich gefragt, ob ich nicht die kleinen Kinder während des Gottesdienstes betreuen kann. Momentan herrscht nämlich aufgrund der Ferien etwas Personalmangel. Das muss man sich mal vorstellen: Hier arbeiten für meine Begriffe sowieso schon zu viele Menschen und jetzt herrscht PERSONALMANGEL!!!!!! Naja, aber ich habe zugesagt. Dann bekomme ich halt mal wieder irgendwann freie Tage und muss keinen Urlaub nehmen. Auch irgendwie praktisch;)...
Heute hatte ich übrigens noch ein sehr schönes Erlebnis. Es war mal wieder Familiengottesdienst und ich war in der Kirche zum Arbeiten. Vor dem Abendmahl hat mich ein älterer Herr gefragt (übrigens derselbe wie beim letzten Mal, Simone, erinnerst du dich?), ob ich ihm nach der Kommunion helfen könnte. Er wolle die Kirche etwas früher verlassen, aber er könnte das nicht allein. Zur Info: Er konnte nicht mehr alleine gehen und war auf seinen Gehwagen angewiesen. Somit sollte ich ihm die Türen öffnen und den Gehwagen die Stufen hinunter tragen. Das habe ich selbstverständlich bereitwillig gemacht, genau wie beim letzten Mal und er war soooo glücklich. Er hat sich dann mit mir etwas unterhalten und gefragt, ob ich aus Deutschland komme und hier als Diakonin arbeite. Ich habe ihn dann etwas von mir auf dem Weg erzählt und er war sehr gerührt über so viel Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft! Er hatte echt eine Träne in den Augen. Zum Abschied hat er mich dann umarmt, mir einen kleinen Dankekuss auf die Wange gegeben und sich tausend mal bedankt. Ich war echt gerührt über soviel Dankbarkeit und hatte das Gefühl, eine wirklich gute Tat vollbracht zu haben. Dabei war es total selbstverständlich für mich, aber trotzdem ist dann diese Dankbarkeit das schönste Geschenk.
Heute Vormittag habe ich dann die Küchenaufsicht gehabt, weil meine Mentorin gerne früher gehen wollte. Also sollte ich mich um die ganzen Leute beim Kirchkaffee kümmern und dann natürlich später auch aufräumen. Aber ich stand dort nicht allein, ich hatte Hilfe von ein paar anderen Frauen. Trotzdem sollte ich die Verantwortung tragen und es hat prima geklappt. Ich war schon ein wenig stolz auf mich:)...
Heute Nachmittag werde ich dann ein bisschen Schwedisch lernen. Ich muss dringend ein paar Vokabeln lernen;)...
Also, macht es gut und viele liebe Grüsse aus Örebro